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Königspythons züchten

By admin | März 12, 2010

Königspythons züchten – Warum wollen wir Nachwuchs. Zum einen macht es Freude zum anderen ist es aktiver Tier Schutz! Denn wenn Tiere in Gefangenschaft erfolgreich vermehrt werden schützt dies den Bestand in der freien Natur! Mir sind Tiere aus Deutschen Nachzucht auch deshalb lieber weil sie meist gesünder und frei von Parasitten sind! Außer dem wird den Tieren der Stress des langen Transport erspart. So können zum Beispiel auch Tiere die in der Natur ausgestorben sind mit etwas Glück in Gefangenschaft weiter existieren. Und was gibt es schöneres wenn der eigene, Gezüchtete Schlangen Nachwuchs das licht der Welt erblickt.

Das wichtigste ist natürlich das man ein Weibchen und ein Männliches Tier hat! Hierzu ist es von Vorteil wenn man das Geschlecht selbst bestimmen kann. So muss man sich nicht auf die Aussage des Verkäufers verlassen. Das Geschlecht des python regius ist äußerlich nur schwer zu unterscheiden. Männliche Tiere bleiben kleiner und haben in der Regel größere Aftersporen. Dies kann man sie jedoch nicht sicher sein und die Merkmale sind nicht stark genug ausgeprägt.

Zur Geschlechts Bestimmung gibt es zwei eindeutige Methoden das so genannte Poppen (Evertieren) diese Methode wird meist von erfahrenen Züchtern angewandt. Mann massiert die Geschlechtsteile der zu untersuchenden Schlange heraus. Die an der Kloake in Richtung Schwanzende sitzen. Bei einer Männlichen Schlange ist das Geschlechtsteil gut zu erkenne Die so genannten Hemipenise wovon das Tier zwei besitzt. Bei weiblichen Schlangen ist hier bei nichts zu sehen. Um so Junger die Schlange ist desto leichter ist das Poppen. Erwachsene Schlangen haben mehr kraft und wirken mit den Muskeln gegen das heraus Massieren des Geschlechts. Diese Methode sollte jedoch nur von erfahrenen Schlangen Züchtern angewandt werden. Bevor man diese Methode anwendet sollte man sie sich zumindest, von einem fachkundigen einweisen lassen. Auch wenn bei dem Evertieren die verletzungs Gefahr gering ist kann sich doch die Schlange bei unsachgemäser Durchführung so stark verletzen, dass im schlimmsten Fall das Tier unfruchtbar wird und das wollen wir ja natürlich nicht.

Das Sondieren ist auch eine hervorragende Art der Geschlechtsbestimmung. Mann geht Folgendermaßen vor, Ein Helfer hält die zu untersuchende Schlange Oberhalb der Kloake und in Richtung Schwanz ende fest. Nun schiebt man die Sonde vorsichtig in die Kloake hinein, in

Richtung Schwanzende. So weit bis man einen Widerstand erspürt, man muss hierbei sehr behutsam vorgehen. Mann markiert die Sonde mit dem Zeigefinger dort wo sie aus der Kloake heraus schaut. Nun zieht man die Sonde wieder vorsichtig heraus und hebt sie an die Kloake in Richtung Schwanzende. Nun kann man die Anzahl der schuppen Zählen die von der Kloake bis ende des Sonde reichen. Bei einem männlichen Königspython reicht die Sonde 5 oder mehr schuppen. Bei einem Weiblichen Königspython reicht die Sonde 2 bis 3 Schuppen. Auch bei dieser Methode ist äußerste Vorsicht geboten, auch hier besteht die Gefahr einer Verletzung. Auch hier sollte man sich von einem erfahrenen Schlangenhalter einweisen lassen!

Die Weiblichen und Männlichen Königspython hält man übers Jahr getrennt von einander und setzt sie erst zur Zucht zusammen. Es kann auch von Vorteil sein wenn man zwei Männliche Tiere zu einem Weiblichen setzt.

Um Nachwuchs zu bekomme muss man sie Königspython in die richtige Stimmung bringen. Dies geschieht durch einen simulierten Winter. Hierzu müssen die Tages und Nacht Temperaturen gesengt werden, von Tags über 26C° bis 29C° und Nacht auf 22C bis 24C°. Den Schlangen ist jedoch die Möglichkeit zu geben, das sie sich aufwärmen können, so also sollte die Temperatur an der wärmsten Stelle etwas über 29C° liegen die Temperaturen beziehen sich auf die Raumtemperatur im Terrarium. In dieser zeit ist auch darauf zu achten das die Tiere sich nicht erkälten. Auch sollte die Temperatur nicht Schlag artig herunter gesetzt werden. Sondern über 2 bis 3 Wochen schrittweise abgesenkt werden.

Die Tagesbeleuchtung kann nun von 12 bis 14 Stunden auf 8 bis 10 Stunden reduziert werden. Jedoch ist dieser Punkt nicht so ausschlaggebend wie die Temperatur.

Es kann auch zusätzlich die Luftfeuchtigkeit etwas erhöht werden. Allerdings verzichte ich darauf, denn die Gefahr einer Erkrankung steigt dadurch und der Erfolg dieser Maßnahme hat bei mir noch zu keinem nennenswertem Ergebnis Geführt.

Diese veränderten klimatische Verhältnisse müssen über mehrere Monate beibehalten werden!

Es Kommt meist in den ersten Wochen verstärkt zu Paarungen die jedoch meist nicht sofort zum Erfolg führen müssen. Es bedarf meist schon einiger Paarungen bis es klappt. Wenn der Samen des Männchens erfolgreich vom Weibchen aufgenommen worden ist, wird dieser gespeichert, bis das Weibchen ihren Eisprung hat. Der Eisprung ist äußerlich sichtbar die Schlange sieht aus als hätte sie eine große Mahlzeit verschlungen und ist ungewöhnlich steif. Dieser Vorgang dauert meist 1 bis 2 Tage an. Wenn der Ovulation (Eisprung) eine Erfolgreiche Paarung vorausgegangen ist kann man sich sicher sein, dass nun Die Eier im Weibchen heran wachsen. Nach dem Eisprung hautet sich die Schlange nach 10 Bis 14 Tagen. Anhand dieser Häutung kann in etwa der Ei Ablagetermin berechnet werden, nämlich 27 bis 35 Tagen danach.

In dieser zeit Sollte die trächtige Schlange möglichst wenig gestört werden und das Männchen kann nun auch aus dem Terrarium entfernt werden. Die Schlange sollte bei etwa 29C° gehalten werden auf keinen Fall jedoch über 33C° da sonst die Eier absterben könnten. Es sollte auch rechtzeitig ein Ei Ablagebehälter in das Terrarium getan werden. Der Behälter muss großzügig mit spanmoos ausgekleidet sein. Das Moos darf nicht zu nass sein. In der Nistbox soll nach Möglichkeit, eine gleich bleibende Temperatur von 29C° bis 32C° herrschen.

Die Ei Ablage geschieht meist in den späten Abendstunden, und kann sich über mehrere Stunden hin ziehen. Wenn Die Schlange mit dem Eier legen fertig ist wird sie sich um das Gelege Schlingen und es Passiv bebrüten das heißt. Es kann nicht wie früher angenommen durch Muskelkontraktionen, wärme erzeugt werden. Sondern sie verlässt die Brutboxs im falle zu niedriger Temperatur und sucht einen wärmeren Platz auf, um sich aufzuwärmen. Und gibt diese Wärme dann an ihr Geelege ab. Nun kann man die Brutpflege dem Muttertier Überlassen oder man nimmt die Eier behutsam der Mutter weg und Übergibt sie in ein zu vor eingelaufenen Inkubator. Die Eier dürfen beim heraus nehmen, jedoch nicht in ihrer jetzigen Lage verdreht werden. Am besten macht man mit einem weichen Bleistift einen kleinen Punkt, auf die Oberseite des Eies. Um zu vermeiden das das Ei versehentlich verdreht wird. Wenn man die Eier nicht sofort nach dem Legen heraus nimmt, kleben diese zusammen. Es kann versucht werden, diese durch vorsichtige Rollbewegungen zu trennen. Wenn man sich hier bei jedoch unsicher fühlt. Sollte man sie zusammen lassen. Denn die Eier können dadurch auch beschädigt werden!

Die Königspython-Eier werden am besten mit Vermiculite 2/3 zugedeckt. Wenn sie grobes Vermiculite verwenden können die Schlangen Eier auch komplett zugedeckt werden. Das Vermiculite muss feucht sein nicht nass! Das Vermiculite wird mit Wasser vermischt Wenn das Vermiculite mit der Hand zusammen Gedrückt wird sollte kein Wasser austreten und es darf auch nicht auseinander fallen. Dann hat es die richtige Feuchtigkeit.

Dieses Vermiculite mit den Eiern tue ich in einen Plastikbehälter der im Deckel einige Löcher 3-6mm Durchmesser hatte. Ein guter Inkubator hat ein verstellbares Thermometer das durch den Deckel des Eibehälters, direkt über auf ein Ei eingestellt wird. Die Temperatur sollte zwischen 31C° und 33C° liegen. Die Eier werden ca. am 48 Zeitigungstag beginnen zu schwitzen dies geschied weil die Eier sich etwas erwärmen. Dieser Vorgang kündigt das schlüpfen der Königspythons an. Bei großen gelegen kann die wärme endwicklung so stark sein das die Eier absterben. In diesen Fall muss die Temperatur verringert werden, am besten wählt man von Anfang an eine geringere Temperatur. Es ist auch ratsam die Eier ein paar Tage vor dem Schlupf zu trenne, da die Gefahr besteht das ein schlüpfender Königspython in ein anderes Ei eindringt und dort verenden. Dies macht man am besten am 53. Tag nun dürften die Eier auch nicht mehr so stark aneinander haften. Während der gesamten Zeitigung sind Temperatur und Feuchtigkeit ständig zu kontrollieren. Wenn Die Eier zu Trocken werden fallen sie ein, dass ist jedoch nicht so schlimm . Man kann leicht etwas Wasser, in das Vermiculite geben. Jedoch sollte man hierbei nur einige Tropfen zu geben. Das kann man ja leicht wiederholen, wenn das Substrat nach der ersten Wasser Gabe noch zu trocken ist. Im Grunde ist es so, dass es besser für das Geelege ist wenn es etwas trockener ist als zu Nass, denn wenn es einmal zu nass ist muss das ganze Vermiculite gegen trockeneres Substrat ausgetauscht werden. Außerdem fangen zu nass gehaltene Eier schnell das Schimmeln an. Und müssen dann sofort entfernt werden, damit sie nicht andere Eier anstecken. Ein an geschimmeltes Ei ist in jeder Hinsicht verloren und kann nicht gerettet werden!

Weiter geht es hier bei Jungtieraufzucht und Königspython Nachwuchs

Topics: Allgemein, Königspython, Schlangen, Schlangen Nachwuchs | No Comments »

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